Kurs IHK Datenschutz

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Contents

Einführung

Rechtliche Grundlage

Bei der Nutzung von Computersystemen gilt es, die rechtlichen Vorgaben zum Datenschutz zu beachten. In der Anlage zum §9.1 BDSG werden technische Maßnahmen genannt, die je nach gesetzlichen Anfprderungen einzusetzen sind:

  1. physische Zutrittskontrolle. (z.B. durch Schließanlagen, Personalkontrolle)
  2. Zugangskontrolle, im Techspeak Authentisierung (Wer hat Nutzungszugang?)
  3. Zugriffskontrolle, Authorisierung (Welche Nutzungsmöglichkeiten hat der Benutzer?)
  4. Weitergabekontrolle: Schutz der Daten vor unbefugter Nutzung und Manipulation
  5. Eingabekontrolle
  6. Auftragskontrolle
  7. Verfügbarkeitskontrolle: Schutz vor Datenverlust (Backup, Datenredundanz)
  8. Datentrennung


Terminologie

  • Datenschutz soll denjenigen schützen, auf den sich die Daten beziehen, nicht denjenigen, der über die Daten verfügt
  • Datensicherung hat zwei unterschiedliche Bedeutungen und sollte daher vermieden werden:
    • technisch: Erstellen von Sicherheitskopien, Backups
    • juristisch: Schutz der Daten vor unbefugter Nutzung und Manipulation. Der Techniker nennt das Informationssicherheit, Datensicherheit oder IT-Sicherheit
  • Systemdatenschutz: Maßnahmen, die für den Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung förderlich und rechtlich geboten sind.
  • Selbstdatenschutz: Maßnahmen, mit denen der Einzelne seine persönlichen Daten vor mißbäuchlicher Verwendung schützen kann.

Dieser Kurs befaßt sich mit Informationssicherheit und technischen Datenschutz, und zwar sowohl mit System- als auch mit Selbstdatenschutz.


Ressourcen


Gefährdungen

Datenquellen

Aus unterschiedliche Quellen gewonnene Daten lassen sich zusammenführen und z.B. mit Dataminingtechniken aufbereiten.

Bösartige Software

Bösartige Software nennt mal Malware (malicious software):

  • Viren verbreiten sich selbsttätig. Nutzen sie dazu Netzwerkdienste (z.B. Email) nennt man sie auch Würmer
  • Trojaner verstecken sich in harmlos erscheinenden Anwendungen
  • Installierte Malware nennt man rootkit, wenn sie das Betriebssystem verändert um sich vor Nutzern und Administratoren zu verbergen
  • Spyware späht den Nutzer aus (z.B. keylogger, sniffer) und übermittlelt die gewonnenen Daten an Dritte. Auch "normale" Anwendungen verhalten sich manchmal wie Spyware:
  • Adware nervt den Nutzer mit unerwünschten Werbe-Popups
  • Malware kann aus dem infizierten Rechner ein Spamrelay machen
  • Dialer initiieren kostenpflichtige Wählverbindungen
  • Eine Backdoor gewährt unbefugten Dritten verborgenen Zugang zum infizierten System
  • Eine Backdoor kann als Bot oder Zombie Teilnehmer eines Botnetzes sein

Diese Klassifikation ist nicht disjunkt: Ein Trojaner kann sich wie ein Rootkit verstecken, erspähte Zugangsdaten übermitteln und als Zombie eines Botnetzes eine backdoor öffnen. Die Überwachungssoftware Spector Pro ist z.B. rootkit, spyware und backdoor.


Angriffe

  • Netzwerkangriffe
    • Sniffen z.B. mit WireShark
    • MAC-, ARP-, IP-, DNS-, und Mail-Spoofing
    • Man-in-the-Middle (MITM), auch auf HTTPS! (Hosts-Datei)


Seitenkanäle

Weitere Methode, Daten auszuspähen:


Maßnahmen

(siehe Foliensatz)

  • Datenredundanz (RAID/SAN/NAS) und -sicherung
  • PenTesting


Crypto

  • Symmetrische vs. asymmetrische Verschlüsselung (Archivierung, Schlüsselkopien)
  • Digitale Signatur (z.B. §126BGB händische Unterschrift)
  • PKI


Anonymität im Netz

  • Pseudonymisierung vs. Anonymisierung
  • Protokolle (z.B. §3a Datenvermeidung/-sparsamkeit; §28 Eigene Zwecke) (Timestamps!)
  • Cookies, Caches & Usertracking (Bannerserver), Caching Proxies, Swap
  • Selbstdatenschutz
  • Systemdatenschutz


weitere

  • Wiederherstellsicheres Löschen von Daten (Backups, RO/Packetwrite Medien)
  • Firewall
  • IDS
  • VPN


Authentisierung

  • Passworte
  • Biometrie
  • Token, RFID


Softwareliste


Organisatorisches

Kurstermine (Mai 2008)

Kurstermine (Herbst 2007)

Kurstermine (Frühjahr 2007)

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